Sonntag, 28. Februar 2010

Feridun Zaimoglu liest. Ulrich Rüdenauer moderiert

20:00 Uhr (Einlass 19:00 Uhr)

Bei „lesen.hören 2“ erzählte Feridun Zaimoglu in „Liebesbrand“ mit Mut zum Pathos und feiner Ironie von einer großen Liebesbeschwörung und erwies sich damit als großer Romantiker. Sein neuer Roman „Hinterland“ folgt dieser Spur in die Grenzbereiche der modernen Zivilisation:
Im Mittelpunkt stehen Ferda und Aneschka, die sich in Prag gefunden haben, aber immer wieder trennen, um ihre eigenen Wege zu gehen. Ferda geht in die Türkei und gerät dort in ein Sippentreffen und in Liebeshändel. Aneschka folgt ihrer Brieffreundin Helen nach Berlin. Dort trifft sie Ferda wieder, kehrt auch mit ihm zurück nach Prag, doch sind die Gefühle in Aufruhr und die Köpfe nicht klar. Überhaupt gewinnt das Irrationale die Oberhand, treffen Zwerge auf Ritter, Hexenbesen und das Tausendgüldenkraut.

Geschult an der deutschen Romantik und befeuert von orientalischen Bilderwelten entwirft Feridun Zaimoglu einen mitreißenden Episodenroman mit zahlreichen faszinierenden Figuren, die sich wie in einem Traumgespinst bewegen. Verschiedenste Perspektiven werden integriert, Konflikte geschürt und miteinander verknüpft, Ober- und Unterwelten ausgeleuchtet und immer wird dabei den Erscheinungsformen der Liebe in unserer Zeit gefolgt.