Clemens J. Setz liest. Richard Kämmerlings moderiert
20:00 Uhr (Einlass 19:00 Uhr)Nach „Söhne und Planeten“, Clemens Setz einhellig von der Kritik gelobtem Debüt, legt er mit „Die Frequenzen“ ein Werk vor, das alle Erwartungen sprengt: atemberaubend kraftvoll, bunt, sprachgewaltig und zart.
Schon in seinem Debüt erzählte Clemens J. Setz von fernen, übermächtigen Vaterfiguren, vom verzweifelten Ringen der Söhne um Autonomie und Distanz. Alexander Kerfuchs, so heißt der verlassene Sohn in diesem Buch, muss erfahren, dass gerade ein verschwundener Vater allgegenwärtig ist. „Die Frequenzen“ ist um zwei ödipale Konflikte herum konstruiert. Eltern und Kinder in verschiedenen Konstellationen bilden einen Reigen der Missverständnisse und der Verzweiflung, in dem alle Figuren miteinander durch das netzartige Gewebe der Handlung, stärker noch durch ihre Obsessionen und Phantasmen verklammert sind.

