18.02.-07.03.2010

Das war lesen.hören 4

18 TAGE LITERATURFEST IN MANNHEIM

 

DAS FESTIVAL

„Stellen Sie sich vor, wie auf der anderen Seite der Welt, sagen wir auf den Osterinseln, Menschen sitzen, die sich in diesem Augenblick nichts so sehr wünschten, wie „lesen.hören“, das Literaturfest in Mannheim, zu besuchen. Sie dagegen steigen in Bahn und Auto und sind schon mittendrin. Was Sie finden? Gleichgesinnte, Komplizen, Enthusiasten. Außerdem ein Festival, reich wie die Region, vielstimmig wie die Menschen hier, tief wurzelnd, heiter, substanziell.“ So lud Roger Willemsen, Schirmherr des Festivals, in seinem ersten Vorwort zu „lesen.hören 1“ im Februar 2007. Damals sind bei 15 Veranstaltungen knapp 3000 Besucher gekommen.

 

Seit dem hat sich das Festival in vieler Hinsicht gesteigert und entwickelt. Die vierte Ausgabe des Literaturfestes, das am 07.03.2010 mit einem besonderen Lyrikabend von Raoul Schrott zu Ende ging, zählt mittlerweile fast 5100 Besucher bei 32 Veranstaltungen in 18 Tagen. Dabei besuchten die 20 Abendveranstaltungen knapp 4200 Literaturbegeisterte, die zwölf Lesungen im Rahmen von „Autoren lesen für Kinder“ rund  900 Kinder und Jugendliche.

 

Die stetige Steigerung des Programms und der Resonanz zeigt, dass Mannheim stolz auf ein Literaturfest blicken kann, dass, um in den (Vor) Worten des Schirmherren zu bleiben, „ein junges Festival mit der Autorität eines alten ist“.

 

 

DAS PROGRAMM

Erfolgreiche Literatur, aber auch so genannte „Nischenthemen“ und literarische Entdeckungen, anregende Gespräche zwischen Autoren, Moderatoren und Publikum – all das fand im Rahmen von „lesen.hören 4“ zwanzig mal ein Podium.
Ob der ausverkauften Eröffnung mit Matthias Brandt, welcher dem Werk des israelischen Autoren Aharon Appelfeld einzigartig Stimme verlieh, ob dem ebenfalls ausverkauften, exklusiven Abend des Schirmherren Roger Willemsens, der Lesungen von Barbara Hoffmeister, Clemens J. Setz, Thomas Glavinic, Terézia Mora, Ulrike Müller, Sarah Khan, Dagmar Leupold, Monika Tatzkow und Heinrich Steinfest, des einzigartigen Auftrittes von Wilhelm Genazino, der aus seinem unveröffentlichtem Manuskript las, ob der Lesung Reinhard Jirgls, stimmungsvoll in der Buchhandlung Bender in Szene gesetzt, oder auch des hinreißende Literaturabends mit Denis Scheck – die Veranstaltungen waren alle hochkarätig, fesselnd und gelungen. Judith Hermann, Feridun Zaimoglu, Peter Stamm, Wladimir Kaminer, Harry Rowohlt – großartige Künstler und Namen waren versammelt.

2010 konnte im Rahmen Literaturfestes „lesen.hören“ das 2009 ins Leben gerufene Extraprogramm für Kinder und Jugendliche „Autoren lesen für Kinder“ weiter ausgebaut werden. Neun Tage lang, vom 23.02. bis 07.03., gastierten bei zwölf Lesung (und damit sieben mehr als im Vorjahr) Autoren wie Gabriele Beyerlein, Emmo Müller, Jürgen Banscherus, Alina Bronsky oder auch die Mannheimer Feuergriffel-Stipendiatin Antje Wagner. In Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Mannheim ist so ein spannendes Angebot gelungen. Die Lesungen wurden mehr als erfolgreich von Kindern, Jugendlichen, Eltern und Schulen angenommen, so dass „Autoren lesen für Kinder“ fest in das Festivalkonzept integriert wird.

 

 

DER DANK

Auch in diesem Jahr wäre „lesen.hören“ kein solcher Erfolg, wenn es nicht ein solch interessiertes, begeisterungsfähiges und sachkundiges Publikum gäbe, um welches sich eben „lesen.hören“ glücklich schätzen kann. Unser Dank und der Dank der Autoren gilt Ihnen. Besonderer Dank gilt der Presse, die uns großartig begleitet und unterstützt hat.

 

Ohne die Unterstützung von Partnern aus der Wirtschaft, wie SIGNUM communication, dem Dorint Kongreß Hotel und dem IT-Dienstleister civit, der öffentlicher Hand wie der Stadt Mannheim und dem Land Baden-Württemberg, und Partner aus der Region, wie Bücher Bender, Yasmin von Schabner Interior Design, dem Café Prag und Freisberg Wohnbedarf, wäre ein solches Festival mit diesem Erfolg nicht möglich. Ihnen verdankt das Festival seine Existenz.

 

 

LESEN.HÖREN 5

Wir, die Alte Feuerwache, haben viele Ideen und Pläne für das nächste Festival. Freuen Sie sich mit uns auf den Februar 2011 und „lesen.hören 5“.