19.02.-07.03.2009

Das war lesen.hören 3

17 Tage Literaturfest in Mannheim

Das Literaturfest „lesen.hören“ beweist einmal mehr, dass ein konzentriertes Literaturprogramm, das sich immer wieder auf höchstem intellektuellen Niveau mit der Literatur und ihren Akteuren befasst, und hohe Publikumsresonanz gute Partner für ein erfolgreiches Kulturereignis sind.

„lesen.hören 3“, das am 07.03. mit 24 Veranstaltungen (18 Lesungen, 1 Filmvorführung und 5 Lesungen für Kinder) und einem grandiosen Abend mit und von Schirmherr Roger Willemsen zu Ende ging, könnte an den Erfolg des Vorjahres anschließen. Insgesamt rund 3900 Besucher bei 19 Erwachsenveranstaltungen (also im Durchschnitt rund 205 Besucher pro Veranstaltung) und zusätzlich 300 Besucher zu den fünf Kinderveranstaltungen kamen zum Mannheimer Literaturfest der Alten Feuerwache.

Die Neuerung, ein Festival für Kinder- und Jugendliteratur in „lesen.hören“ zu integrieren, ist ebenfalls erfolgreich aufgegangen. Bei „Autoren lesen für Kinder“ erlebten rund 300 Kinder (Was einer Auslastung von ca. 80 % entspricht.) fünf großartige Autoren, die – mal lesend, mal spielend, mal fragend – ihre Geschichten und Helden für die jungen Zuhörern lebendig werden ließen. In Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Mannheim ist so ein guter Start gelungen, den es im Jahr 2010 unbedingt weiter zu entwickeln gilt.

Erfolgreiche Literatur, aber auch so genannte „Spezialthemen“ und literarische Entdeckungen, anregende Gespräche zwischen Autoren, Moderatoren und Publikum – all das fand auch wieder im Rahmen von „lesen.hören 3“ achtzehn mal ein Podium.
Großartige Künstler und namhafte Kritiker waren versammelt. Ob der hochkarätige Eröffnung mit Josef Winkler, dem Georg-Büchner-Preisträger 2008, und der renommierten Literaturkritikerin Sigrid Löffler, der ausverkauften Lesung von Uwe Tellkamp, dem deutschen Buchpreisträger 2008, dem einzigartigen „Radikal“-Abend von und mit Roger Willemsen, der extra für unser Festival konzipierten Lesung von Wladimir Kaminer (beide ebenfalls ausverkauft), der Buchvorstellung von Wilhelm Genazinos neuestem und für den Preis der Leipziger Buchmesse nominierten Roman „Das Glück in glücksfernen Zeiten“, der Präsentation zweier faszinierenden Biographien „Joseph Roth“ und „Felix Hartlaub“, der Buchvorstellung „Die Nacht, in der die Mauer fiel“ mit Katja Lange-Müller, Thomas Rosenlöscher, Jürgen Becker und Renatus Deckert oder dem Vortrag von Raimund Fellinger über die Erstausgabe aus dem Nachlass von Thomas Bernhard, dessen Prosaarbeit „Meine Preise – eine Bilanz“ schon kurz nach seinem Erscheinen im Februar 2009 auf Platz 1 der österreichischen Bestenlisten stieg – alle Veranstaltungen waren hochkarätig, fesselnd und gelungen.

Ohne das interessierte Publikum, das sich als begeisterungsfähig, sachkundig und an den richtigen Stellen kritisch gezeigt hat, hätte „lesen.hören“ keinen solchen Erfolg. Unser Dank und der Dank der Autoren gilt Ihnen.